Mediation.
Was genau ist das?
 

Die Geschichte von der Orange
oder: so einfach lässt sich Mediation beschreiben

Zwei Schwestern streiten sich in der Küche um eine Orange. Es ist die letzte vorhandene Orange. Der Streit wird lauter, die Mutter eilt in die Küche und muss eingreifen. Sie schlägt vor, dass sie die Orange gerecht halbiert, was aber bei beiden Schwestern großen Protest hervorruft. Beide wollen die ganze Orange. Als die Mutter nun aber weiter fragt, wofür denn jede die Orange verwenden möchte, stellt sich heraus, dass die eine Tochter den Saft der Orange trinken möchte und die andere die Schale zum Kuchen backen benötigt. Der Konflikt ist gelöst, die eine Tochter erhält die Schale und die andere den Saft. Beide erhalten genau das, was sie wollen, also eine Win-Win-Lösung. Das zeigt in ein paar Worten, was Mediation ist. Die Mediatorin, in diesem Fall die Mutter, verhält sich neutral, sie ergreift für keine Seite Partei und setzt auch nicht eigene Lösungsvorschläge durch. Und sie fragt nach den Interessen der Streitenden, wodurch eine für alle befriedigende Lösung erzielt werden kann.


Bereitschaft. Mediation findet statt, wenn alle Beteiligten dazu einwilligen.
Eigenverantwortlichkeit. Jede und jeder spricht für sich selbst.
Vertraulichkeit. Information an Dritte werden nur im Konsens weitergegeben.
Offenheit. Je mehr Informationen zwischen den Beteiligten, desto mehr Chancen und Möglichkeiten für positive Veränderungen.
Zukunftsorientierung. Fokussierung auf Lösungen und zukünftige Beziehungen, kein „Blick zurück im Zorn“.
Fairness. Vereinbarte Spielregeln sind für alle Beteiligten verbindlich.

Mediation. Was braucht es dazu?


Ausgerechnet: Mediation. oder:
Konflikte in Zahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10% bis 15% der Arbeitszeit aller MitarbeiterInnen werden für Konfliktbewältigung verbraucht

25% des Umsatzes eines Unternehmens hängen von der Kommunikationsqualität ab

19% der Gesamtkosten eines Unternehmens sind auf Konflikte zurückzuführen

30% bis 50% der Arbeitszeit von Führungskräften werden für Konfliktbewältigung verbraucht

Konflikte: Wozu?

Konflikte sind normal. Sie mögen herausfordernd sein, kräfteraubend, verwirrend oder beängstigend. Und es mag ein natürlicher Reflex von uns Menschen sein, diesen unangenehmen Gefühlen ausweichen und entfliehen zu wollen.

Gibt es Möglichkeiten, die Energie, die in Konflikten gebunden ist, sinnvoll und konstruktiv zu nutzen? Wie können wir die Veränderungs- und Verbesserungspotenziale, die in Konflikten stekcne, wahrnehmen?

Wie können wir Konflikte als Ressourcen für eigene - persönliche und berufliche - Entwicklungen entdecken?